Vorteile 
- Uriger Motor mit viel Geblubber und Power aus dem Drehzahlkeller,
beschleunigt dabei ohne Schluckhusten. Das Auspuffgeräusch ist irre,
Auspuffknallen im Schiebebetrieb gehört dazu, auch schon mal ein
dicker Furz nach dem Ausschalten...
- Original Chopper mit eigenständigem Design, nicht mit allerlei
Plastikschnickschnack überladen. Tacho im Tank integriert, Motor
zum Durchgucken, viel Chrom & polierte Teile, Speichenräder
- Die 31 PS sind offen, nicht gedrosselt: Muß für 1a-Neulinge
nicht erst teuer gedrosselt werden und ist dann eine lahme Krähe
...
- Sehr niedrige Sitzposition (Sitzhöhe: 70 cm): Auch für kleine
Fahrer(innen) geeignet, daher aber nicht das Wahre für Riesen über
1.90 m
- Wartungsarmer Zahnriemenantrieb, muß seltener gewechselt werden
als Ketten, kein Kettenfettgeschmiere
- Geringer Verbrauch - je nach Fahrweise zwischen etwa 4 und 6 l/100 km
- Geringes Gewicht (171 kg), daher geht die Savage ganz gut ab für ihre 31
PS (im Vergleich zu anderen, gedrosselten "Choppern"/Cruisern), ist leicht zu
rangieren und gut für die Stadt zum Durchfummeln
- Geringer Preis (ca. 9000 DM Listenpreis neu, Euro- und Grauimporte um
8000 DM)
- Ziemlich unkritisches Fahrverhalten, gut für Anfänger geeignet
(wird auch als Fahrschulmaschine eingesetzt)
- Flache Gabel, dadurch spurstabil und guter Geradeauslauf
- Gute Vorderradbremse
- Bei Gebrauchten reicht die alte 4 Gang-Version völlig aus
- Gibt's auch als sehr schönes Gespann (versch. Hersteller, um 14.000
DM komplett)
Nachteile 
- Der Tank ist sehr klein (11 l), daher Reichweite so um die 200 km. Kommt
aber stark auf die Fahrweise an: Bei nicht mehr als 100 km/h auf der Autobahn
kommt man auf einen Schnitt von um die 4 l/100 km. Daß der Tank so schmal
ist, hat allerdings vorteilhaften Einfluß auf den Knieschluß: Der
ist besser (weil enger) als bei den meisten anderen vergleichbaren Bikes
- Der Fahrersitz ist nicht der Hit für lange Touren (geht schon, könnte
aber besser sein), der Soziusplatz ist schmal und ziemlich hart gepolstert
- Harte Federung hinten, zu weiche Gabelfederung vorn (ist wohl choppertypisch) -
Federn + Dämpfer besser gegen Teile von Wilbers, Koni o. ä. tauschen,
das kostet aber was
- Das Fahrwerk mag keine schnell gefahrenen, holperigen Kurven (ebenfalls
choppertypisch), hintere Federbeine schlagen schon mal durch (siehe Federung)
- Lange Ölleitungen (94 mm Hub ist ganz schön lang): Sollte min. 5 km
warmgefahren werden (kein Vollgas, früh schalten), sonst kann es verfrüht
zu Nockenwellenschäden kommen
- Relaiv rostanfällig: Besonders betroffen sind viele Schrauben und der oft
schlampig lackierte Rahmen. Auch bei klarlackierten Aluteilen blättert der
Lack ab (nach einigen Jahren zumindest) und das Aluminium oxidiert. Habe z. B.
die Schaltereinheiten am Lenker zerlegt und auf Hochglanz poliert (jetzt kein
Klarlack mehr drauf) - meine LS ist aber auch schon 10 Jahre alt :-) Chromteile
rosten bei mir allerdings (noch?) nicht, auch nicht der Auspuff. Kleine Ausnahme:
Die Macke im Auspuff, die ich mir an einer ultrahohen Bordsteinkante an einer
Schweizer Tankstelle (Malojapaß) eingefangen habe...
- Die Hinterrad-Trommelbremse blockiert leicht: Voooorsichtig dosieren oder
lieber gleich nur im Stand beim Anfahren benutzen sowie in Notfällen...
- Bei manchen Susis quietscht der Riemenantrieb: Harley-Riemenfett,
Glyzerin, Silikonspray oder Hirschtalg sollen da helfen. Manchmal ist auch
einfach nur die Riemenspannung nicht mehr richtig.
- Um an den Motor (Zündkerzen tauschen, Ventile einstellen usw.)
heranzukommen, müssen Sitzbank (2 Schrauben) und Tank (auch 2 Schrauben)
abgebaut werden. Beim Tankabbauen kann man sich dazwischen entscheiden, den
Benzinhahn dranzulassen (Verkratzen des Rahmenlacks fast unvermeidlich) oder
abzubauen (Benzin ablassen nötig). Dieser Punkt is für Selbstschrauber
ziemlich lästig...
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